TTCut - Installation

Im Augenblick wird TTCut nur als Source angeboten. Der Quellcode kann in Form eines tar-Archives oder direkt aus dem SVN-Projektverzeichnis bezogen werden. Daniel ist so nett ein Gentoo-ebuild für TTCut zur Verfügung zu stellen.
In hoffentlich absehbarer Zeit werde ich Pakete für Debian und Fedora Core zur Verfügung stellen.
Aber bis dahin heisst es: Selber machen!

Dazu werden lediglich der gcc und ein paar zusätzliche Bibliotheken benötigt. Der gcc sollte auf nahzu jedem Linux System installiert sein. Die zusätzlichen Bibliotheken sind nachfolgend genannt.
Für das Übersetzen von TTCut werden zusätzlich zu den runtime-Versionen auch die Entwicklerversionen benötigt (dev).

Benötigte Bibliotheken / Zusatzprogramme

  • Trolltech's Qt in der Version 4 oder höher: Ja, ich weiss, Qt 4 ist in Debian stable, sowie in FC 6 nicht enthalten. Das heisst entweder Qt selbst übersetzen (Parallelinstallation zu bestehenden Qt-Versionen problemlos möglich, oder im Falle von Debian Qt 4 aus dem unstable Zweig installieren.
  • libmpeg2 - a free MPEG-2 video stream decoder: Den brauche ich, um das mpeg2-Format decodieren zu können ;-)
  • mplex: Ein toller multiplexer. Wird zum Zusammensetzten der demuxten Streams verwendet. TTCut verwendet mplex für das muxen der Schnittvorschau.
  • mplayer: ImHo der Video-Player unter Linux, wird ebenfalls für die Vorschau benötigt.
  • Transcode: TTCut verwendet transcode und ffmpeg für den framegenauen Schnitt.
  • ProjectX: Benutze ich zum demuxen des mpeg2-Material

Hardware

Zum Aufnehmen der Fernsehmitschnitte benutze ich einen PIII-1000, allerdings mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher (ergab sich so). Auf diesem Rechner bearbeite ich auch die Filme mit TTCut. Das Scrollen im Video ist aufgrund der MPEG2-Decodierung auf einem GHz etwas zäh, geht aber wenn man entsprechend langsam und gefühlvoll vorgeht. Alles in allem kann ich auf dem Rechner recht passabel arbeiten. Obwohl das Demuxen mit ProjectX und das anschliessende Multiplexen mit mplex auf einem 2.4 GHz Rechner deutlich flotter vonstatten geht. Wirklich wichtig bei der Rechnerausstattung sind lediglich die Grösse des Arbeitsspeichers und die OpenGL Tauglichkeit der Grafikkarte bzw. die diesbezügliche LINUX Treiberunterstützung.
TTCut verwendet derzeit OpenGL für die Videoausgabe (eine Ausgabe über X11 und/oder xv ist in Planung).
Die Unterstützung von OpenGL unter Linux ist mit nvidia Karten und dem nvidia-Treiber in der Regel kein Problem. Etwas anders sieht es leider mit einigen Ati Exemplaren aus ;-)
Für das Anlegen der internen Indexlisten (Video- und Audioheader) wird recht viel Arbeitsspeicher benötigt. Damit nicht unnötig Ausgelagert werden muss sollte der Rechner über 512MB Arbeitsspeicher verfügen.

Installation

Sind die wesentlichen Bibliotheken (Qt-4 und libmpeg2) in den Entwicklerversionen (dev Pakete) installiert sollte das Übersetzen von TTCut wie folgt beschrieben gelingen.

  1. Auspacken des tar-Archives ttcut-x.xx.x.tar.gz in ein geeignetes Verzeichnis, z.B. ~/temp.
  2. Durch Aufruf von qmake ttcut.pro -o Makefile.ttcut das Makefile für TTCut erstellen.
  3. Mit make -f Makefile.ttcut TTCut übersetzen.

Probleme

Es kann vorkommen das sich TTCut mit der oben beschriebenen Vorgehensweise nicht auf allen LINUX Distributionen in allen Compiler Varianten übersetzen läst. Speziell für 64-bit Umgebungen kann ich da keine Aussage treffen. Als Anhaltspunkt daher eine kurze Beschreibung meines Systems:

  • Distribution: Debian 3.1 (sarge) / unstable
  • Kernel: Linux 2.6.12.3 GNU/Linux
  • gcc version 4.0.2 20050806 (prerelease) (Debian 4.0.1-4)
  • Qt 4.01
  • transcode v0.6.14 (C) 2001-2003 Thomas Oestreich, 2003-2004 T. Bitterberg
  • ffmpeg version 0.4.9-pre1, build 4756, Copyright (c) 2000-2004 Fabrice Bellard
  • mpeg2dec-0.4.0

Sollte TTCut beim framegenauen Schnitt mit transcode hängen bleiben ist zu prüfen, ob transcode und ffmpeg auch einwandfrei arbeiten. Die entsprechenden Fehlermeldungen verschwinden leider im TTCut Fenster zu schnell und nach dem Hänger kann man leider nicht mehr scrollen. TTCut ruft transcode im Moment mit folgender Zeile auf:

transcode -i input.avi --pre_clip 0 -y ffmpeg --export_prof dvd-pal --export_asr 2 -o output.mv2

TTCut schreibt ein logfile. Dieses wird im aktuellen Arbeitsverzeichnis geschrieben. Der Loglevel kann unter

Action -> Settings -> Files -> Logfile

festgelegt werden.

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Ebenso baue ich gerade aus den mail-Zuschriften eine faq auf, vieleicht ist dein Problmen bereits bekannt.

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